Seitenbestimmung für die Vestibularisparoxysmie OP

Die Seitenbestimmung für die Vestibularisparoxysmie OP nach Janetta ist ein wichtiger Aspekt. Denn diese kann die Diagnose festigen und zur entgültigen OP Entscheidung beitragen.

Richtige Seitenbestimmung für die Vestibularisparoxysmie OP ist Voraussetzung

Der Termin für die Vestibularisparoxysmie OP stand fest. Dazu waren Beratungen beim Neurochirurgen notwendig und eine breite Untersuchungspalette, um andere Schwindelerkrankungen auszuschließen. Mit gepacktem Koffer ging ich nun ins Krankenhaus. Der Tag begann so, wie vorab abgesprochen. Es folgten eine Reihe Untersuchungen, dazu gehörte auch die kalorische Prüfung. Damit sollte die Seitengenauigkeit bestimmt werden.

Schon vorab, bei der neurochirurgischen Beratung wurde mir erläutert, dass die Vestibularisparoxysmie OP keinerlei Garantie gibt, schwindelfrei zu werden. Auch der zu erkennbare Gefäß-Nerv-Kontakt anhand des MRT, auf der jeweiligen Seite wird nie allein als Diagnose genutzt.

Im Zusammenhang steht immer die Einnahme von Antiepileptika, der Ausschluss anderer Schwindelerkrankungen und die Untersuchungen beim Hals-Nasen-Ohren Arzt, gerade weil die Vestibularisparoxysmie sehr selten diagnostiziert wird. Umso wichtiger ist die Seitenbestimmung als OP Vorbereitung.

Kalorische Prüfung für die Seitenbestimmung

Die kalorische Prüfung soll die zu operierende Seite näher bestimmen. Dennoch besteht immer ein gewisses Risiko, dass es sich nicht um die Seite, wie auf dem MRT zu sehen, handelt. Ob die kalorische Prüfung mit Wasser (kalt oder warm) oder mit Luft (kalt oder warm) erfolgt, spielt keine Rolle. Beide Varianten kommen zum gleichen Ergebnis.

Meine kalorische Prüfung im Krankenhaus ergab nur eine minimale Differenz zwischen beiden Seiten, sodass mein Neurochirurg die geplante Vestibularisparoxysmie OP für den nächsten Tag absagte. Denn die richtige Seitenbestimmung ist eine wichtige Voraussetzung, um gleich die richtige Seite zu operieren.

„Es gibt Fälle, bei denen wir nur die Seite vermuten können. Auch ist es bereits vorgekommen, dass wir operiert haben und sich hinterher rausstellte, dass es die falsche Seite war.“

Ich war geschockt. Denn emotional habe ich mich bereits auf die Vestibularisparoxysmie OP eingestellt, mit allen Ängsten und allem, was dazugehört. Meine Nacht war die Hölle, denn mein Gedankenkarussel fing nun richtig zu arbeiten an. Habe ich doch keine Vestibularisparoxysmie? Was wäre passiert, wenn mein Neurochirurg trotzdem operiert hätte? War der Krankenhausaufenthalt die richtige Entscheidung?

Vestibularisparoxysmie OP Entscheidung verschoben

Da ich die Nacht eher im wachen Zustand verbrachte und meine OP Entscheidung eher nachließ, sprach ich am nächsten Tag nochmal mit meinem Neurochirurgen. Ich teilte ihm mit, dass ich nun noch mehr verwirrt sei und ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll, bezüglich der richtigen Entscheidung.

Er sagte mir nochmal, dass die Seitenbestimmung sehr wichtig ist und sie ungerne operieren, nur auf Vermutungen. Das MRT Bild reicht dafür nicht aus. Es ist ebenso möglich, dass auf der anderen Seite ein Gefäß-Nerv-Kontakt an den Schwindelattacken Schuld hat. Es gibt durchaus Fälle, die im MRT nicht zu sehen sind.

Wir nutzen aber die Zeit und machen eine genaue Diagnostik, mit allem, was dazugehört. Das heißt: nochmalige Vorsprache beim HNO mit allen möglichen Untersuchungen. Und erst wenn alle Untersuchungen abgeschlossen sind, wird er als Neurochirurg dazu etwas sagen.

Seitenbestimmung für die Vestibularisparoxysmie OP

Einen guten Neurochirurgen an der Seite zu haben, ist wichtig. Er kann genau abschätzen, ab wann eine Diagnostik für die Seitenbestimmung für die Vestibularisparoxysmie OP erfolgen sollte.

Ich war beruhigt und fand die Herangehensweise richtig klasse. Natürlich hatte ich gar keine Lust auf alle Untersuchungen, schließlich können diese auch Schwindel verursachen. Aber ich fühlte mich aufgehoben und richtig verstanden, was als Vestibularisparoxysmie Patient nicht wirklich oft vorkommt

Ich hatte dadurch die Möglichkeit, mich in Ruhe mit Fachärzten zu unterhalten, meine Diagnose von einem anderen Blickwinkel aus zu betrachten und habe viele Tipps bekommen, die mich vielleicht auch weiterbringen.

Die komplette Diagnostik dauerte ein paar Tage, sodass ich aus dem Krankenhaus wieder entlassen wurde. Zum Schluss bekam ich das Angebot des Neurochirurgen, dass er die Seite operieren würde. Alle Untersuchungen haben im Ganzen betrachtet eine Tendenz zu dieser Seite ergeben und wenn ich möchte, kann ich mir einen Termin zur Vestibularisparoxysmie OP holen.

Der richtige Zeitpunkt ist eine Bauchentscheidung

Die Woche war sehr aufreibend für mich und durch die vielen Untersuchungen habe ich beschlossen, meine Entscheidung zur Operation zu verschieben. Es zwingt mich niemand diese Operation durchzuführen, auch kann ich den richtigen Zeitpunkt für mich selbst wählen.

Die Entscheidung meines Neurochirurgen zeigte mir auch, dass die Vestibularisparoxysmie OP mal eben nicht zwischen Tür und Angel gemacht werden sollte und dass jeder Patient individuell zu betrachten ist. Das und vieles mehr spricht wirklich für ihn und ich bin ihm für dieses genaue Hinschauen sehr dankbar!

Ein großer Dank richtet sich auch die Ärzte der jeweiligen Fachabteilungen, die mich mit der Diagnose Vestibularisparoxysmie zu jeder Zeit ernst genommen haben und zusätzlich den Blick über den Tellerrand wagten!