Therapie bei Vestibularisparoxysmie

Der beste Zauberer wird wohl nicht dafür sorgen können, dass die Vestibularisparoxysmie wieder verschwindet. Daran müssen wir uns gewöhnen und irgendwie sollten wir uns auch klarmachen, dass wenige Mittel wenigstens einen kleinen Erfolg herbeiführen können.

Zu Beginn erzählte mir mein Neurologe oft, wie wichtig es sei, am Leben teilzunehmen: „Gehen Sie raus, arbeiten Sie und fahren Sie Auto! Machen Sie alles so, als wäre der Schwindel nicht da.“ Dass ich mir in diesem Moment gewünscht habe, er würde jetzt selbst mit Schwindel vom Stuhl rutschen und dann nochmals diese Aussage wiederholen, brauche ich hier wohl nicht erwähnen.

TherapieIm Nachhinein gebe ich ihm aber recht. Es ist wichtig, am Leben teilzunehmen, Freunde zu treffen, Einkäufe zu erledigen und sich an den Farben des Lebens zu erfreuen. Es hat bei mir etwa ein Jahr gedauert, bis ich diese Weisheit auch für mich erkannte. Wer noch ganz am Anfang steht, wird ungern einkaufen gehen, Fahrrad fahren oder sich ganz ungeniert mit Freunden treffen. Hierbei ist es wichtig, sich und seinem Körper Zeit zu geben und die Geduld aufzubringen, die man vielleicht selbst noch nie hatte.

Diese Therapiemöglichkeiten können helfen:

Entspannungstechniken – stressfrei durch den Alltag

Die Vestibularisparoxysmie lässt sich wohl auch mit Hyperventilation provozieren. Eine Hyperventilation entsteht durch zu schnelle und tiefe Atmung, besonders in Stresssituationen. In diesem Fall bieten sich Entspannungstechniken an, die auch langfristig ihre Wirkung zeigen. Ob nun Yoga, Thai Chi, Muskelentspannungstechnik oder autogenes Training – jede Entspannungstechnik hat Vorteile und jeder, der an Vestibularisparoxysmie leidet, wird seine geeignete Technik finden.