Schwindelursprung

Wo kommt die Vestibularisparoxysmie her?Schwindelursprung Vestibularisparoxysmie

Nach einigen Terminen und dem ganzen Drum und Dran, fragt man sich doch eigentlich nach dem Schwindelursprung. Andere Schwindelarten, wie beispielsweise Morbus Meniere und Lagerungsschwindel haben ihren Urspung, der sich zumindest verständlich erklären lässt. Fragt man aber einen Arzt nach dem Urspung der Vestibularisparoxysmie wird nur mit den Schultern gezuckt und es ist immer das Gleiche: „Es geht hierbei um einen Gefäß-Nerv-Kontakt, nicht mehr und auch nicht weniger.“ Vielleicht ist die Frage jedes Patienten zu kompliziert gestellt oder es gibt wirklich keine Antwort.

Irgendwann stand ich da und wollte wohl wieder neugierig sein, drehte im Stand meinen Kopf nach links. Und beim Drehen merkte ich, dass etwas nicht stimmt. Seit dieser Situation ist die Vestibularisparoxysmie mein Begleiter.

Da ich ein Mensch bin, der wirklich erst Ruhe gibt, wenn er alles genau weiß, habe ich mir Gedanken gemacht und versucht, mir die Frage des eigentlichen Auslösers der Vestibularisparoxysmie selbst zu beantworten. Zu Hilfe hatte ich natürlich meine engsten Angehörigen und auch andere Vestibularisparoxysmie-Patienten.

Wenn der Kopf überstreckt wird

Durch Gespräche mit anderen Vestibularisparoxysmie-Patienten kam heraus, dass viele ihre Beschwerden nach einem Unfall bekamen oder nach einer OP, bei der ein Beatmungsschlauch (Tubus) eingesetzt wurde. Um diesen Schlauch einzusetzen, ist es notwendig, den Kopf des Patienten soweit zu überstrecken, dass der Beatmungsschlauch ohne Hindernis eingeführt werden kann. Ich hatte zwei Jahre vor dem Auftreten der ersten Schwindelattacken einen Auffahrunfall mit dem PKW, bei dem ich mit dem Hinterkopf an die Kopfstütze geprallt bin. Zur damaligen Zeit war es laut Arzt ein Schleudertrauma. Kurz vor der Vestibularisparoxysmie musste ich operiert werden, sodass dort auch ein Beatmungsschlauch zum Einsatz kam. Am Tag nach der OP habe ich mich bei einer Krankenschwester gemeldet, da sich im Krankenhaus schon die erste intensive Schwindelattacke bemerkbar machte. Es wurde nichts weiter unternommen und mit dem Satz: „Ach, das ist das Wetter.“ wurde ich gebeten, mich hinzulegen und auszuruhen.

Heute bin ich schon fast davon überzeugt, dass eins zum anderen kam und es eine Art des Kreislaufes ist. Wer einen Unfall hatte oder operiert werden musste, hat sicherlich schon fast die Antwort seines Schwindelursprungs. Es gilt wohl nachzufragen, nachzuhaken und sich sein eigenes Puzzle zusammenzusetzen?