Wirkung von Antiepileptika

Wenn die Wirkung von Antieplieptika bei der Vestibularisparoxysmie eintritt, ist die Freude natürlich groß. Die Schwindelattacken nehmen ab und irgendwie scheint es Tage zu geben, an denen man glaubt, der Schwindel ist ganz weg. Wie bei jedem Medikament muss der Patient auch mit Nebenwirkungen  rechnen. Diese Nebenwirkungen müssen nicht gleich das Schlimmste bedeuten, sondern können sich auch ganz schleichend entwickeln. Es ist wichtig, dass man darüber spricht und wenn möglich, auch seine Ängste dem behandelnden Arzt mitteilt.

Dröhnung für den Körper

Wirkung von AntiepileptikaNach bereits fast 4jähriger Einnahme von Carbamazepin (Antiepileptika) bin ich schon der Meinung, dass der Körper sich verändert. Nicht, dass es eine schwerwiegende Körperveränderung ist, es sind eher kleine Veränderungen, die mir auffallen. Beispielsweise ändert sich das Hautbild. Es ist keine Allergie, es sind eher kleine Leberflecke, die sich dazugesellen. Auch die weiblichen Hormone werden von dieser Medikamenteneinnahme der Antiepileptika nicht verschont. So werden monatliche Zyklen umso schlimmer und können mit Schmerzen im verstärkten Maße vorkommen (PMS).

„Es ist kein Traubenzucker und auch kein Drops, der die Schwindelattacken lindert.“

Bei Antiepileptika handelt es sich um Medikamente, die die Nerven beeinträchtigen. Das sollte jedem klar sein. Vielleicht war der ein oder andere schon einmal so betrunken, dass er nicht mehr klar denken konnte? So kann man sich ungefähr vorstellen, wie es ist, seinem sonst gesunden Körper Antiepileptika zuzuführen. Die ersten Tage erlebt man wie in Trance. Es ist schwer, zu arbeiten, sich zu konzentrieren und den Alltag zu bewältigen. Wie lange jeder Körper braucht, ist sicherlich ganz unterschiedlich. Nach 2-3 Tagen war ich wieder fit, also zumindest mein Geisteszustand. Diesen Zustand erlebt man auch bei jeder Dosissteigerung von Carbamazepin. Umso höher die Dosis geht, umso heftiger sind diese „Trancezustände“. Ich habe es von 600 mg auf 800 mg Dosissteigerung erlebt, dass der Schwindel besonders heftig reagiert hat. Irgendwie erweckte es bei mir den Eindruck, als würde sich die Diagnose der Vestibularisparoxysmie nochmals bestätigen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Es bleibt wohl nicht aus, dass man auch mal andere Medikamente aufgrund anderer Krankheiten braucht. Jeder, der Antiepileptika gegen den Schwindel der Vestibularisparoxysmie bekommt, sollte wissen, dass es eine Menge Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gibt. So fängt es schon bei einfachen Schmerzmitteln wie Paracetamol an. Andere Medikamente können gar nicht erst wirken, da beispielsweise Carbamazepin seine volle Wirkung im Körper entfaltet und keinen Platz mehr für andere Medikationen lässt. Frauen mit hormonellen Störungen (PMS oder anderweitigen gynäkologischen Diagnosen) haben es besonders schwer. Jede Hormongabe, ob Pille, Spirale, etc. kann nicht wirken oder verstärkt die Vestibularisparoxysmie bei der Einnahme von Antiepileptika. Umso wichtiger ist es, bei jedem Arzt auf die Einnahme dieser Medikation hinzuweisen und bei einer zusätzlichen Medikamenteneinnahme nochmals in der Apotheke nach Wechselwirkungen zu fragen.