Vestibularisparoxysmie Blog

Hirnarterien
Hirnarterien
Foto: © Gunther von Hagens‘ KÖRPERWELTEN,Institut für Plastination, Heidelberg, www.koerperwelten.de

Jeder, der einmal mit Schwindel zu tun hatte, weiß, welches Gefühl der Ohnmacht sich auch dahinter verbirgt. Für diejenigen, die die Vestibularisparoxysmie als Diagnose erhalten haben, dient dieser Blog.

Es sind keineswegs Aussagen eines Mediziners und auch nicht als solche zu verstehen. Die hier genannten Informationen sind von einer Patientin, die bereits mehrere Jahre mit dem Schwindel, der Vestibularisparoxysmie lebt.

Gerne können Ärzte an mich herantreten, die Vorlesungen zum Thema Nerven und deren Aufbau, Vestibularisparoxysmie und/oder Therapiemöglichkeiten bei Schwindel planen. Auch können Informationen von Flyern, Webseiten oder Präsentationen für Patienten und Leser sehr hilfreich sein, die selbst an dieser Diagnose leiden oder Angehörige sind.

Informationen, wie Therapiestudien, Aufrufe oder hilfreiche Webseiten über diese Schwindelart werden auf der Seite Aktuelles zusammengestellt und regelmäßig aktualisiert.

Arterie irritiert VIII. Hirnnerv

Grundlegend sagt die Schulmedizin: Bei der Vestibularisparoxysmie handelt es sich um einen Gefäß-Nerv Kontakt. Eine Kleinhirnarterie irritiert, je nach Pulsaktivität den VIII. Hirnnerv. Dieser Gleichgewichtsnerv (Nervus vestibulocochlearis) ist für die Weiterleitung von Informationen der Hörschnecke und dem Gleichgewichtsorgan zuständig.

Da jeder Mensch anatomisch anders gebaut ist, kommt es in einigen Fällen vor, dass Arterien dicht am Nerv liegen, diesen aber nicht berühren müssen.

Bei der Vestibularisparoxysmie kann es durch die Irritation zu sekunden- bis minutenandauernden Dreh- oder Schwankschwindel, auch in Form von Attacken kommen, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen können. Diese Schwindelart ist dafür bekannt, dass deren Symptome plötzlich auftreten und diese auch unterschiedliche Intensitäten aufweisen. Beim Stöbern in Fachzeitschriften (bspw. Ärztezeitung online) fällt auf, dass auch einige Patienten vor den Schwindelattacken Ohrgeräusche (Verstärkung Tinitus) haben.

Illustration Gefäß-Nerv-Kontakt

Die Vestibularisparoxysmie kann mit Medikamenten Carbamazepin oder alternativ Gabapentin und Oxcarbazepin behandelt werden. Wobei Carbamazepin aufgrund des geringen Nebenwirkungsrisikos als erste Wahl gilt.

In schwerwiegenden Fällen, wenn beispielsweise keine Medikation wirksam ist, werden Patienten operiert. Dabei wird eine Art Polster zwischen die Kleinhirnarterie und den VIII. Hirnnerv geklemmt, um deren Kontakt zu unterbinden.

Diagnose von Schwindelambulanz

Dieser Blog beinhaltet Informationen bezüglich des Umgangs mit der Vestibularisparoxysmie. Immer wieder fällt auf, dass auch Dinge aus dem Alltag große Fragen aufwerfen und Antworten dazu, auch im Internet nur schwer zu finden sind.

Keinesfalls sollten die Informationen von dieser Webseite als Anlass genommen werden, um sich seine eigene Schwindeldiagnose zu erstellen. Es ist immer ratsam, beim Hausarzt oder auch in einer Schwindelambulanz vorzusprechen, denn es gibt verschiedene Schwindelarten, die auch unterschiedlich behandelt werden.